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Satsang-MP3-Download! Ganz frisch vom Satsang im Januar 2007.
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Gesprächsammlung
kann man ab sofort
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bei Katharina per Mail: katharina.henke@gmx.net oder telefonisch
unter 05136/9723244
Leseprobe „Satsang-Gespräche mit Gaia“,
Gesprächssammlung I
Gaia: Die nächsten Stunden können wir über das reden,
worüber es nichts zu sagen gibt. Und trotzdem kenne ich nichts,
das interessanter wäre. Wir können alle entspannen, es
gibt nichts zu tun, es gibt nichts zu erreichen. Du kannst nichts
verpassen. Wir können den Moment hier nutzen, um einfach zu
genießen, was hier ist. Satsang ist eine Einladung, einfach
nur hier zu sein und das Hier-Sein zu erforschen, wie es ein kleines
Baby erforschen würde. Das Baby weiß überhaupt nicht,
was es da erforscht, aber es erforscht. Wir Ausgewachsenen haben
da gewisse Nachteile, weil wir glauben, so viel zu wissen. Wir glauben
zu wissen, dass das zum Beispiel ein Teppich ist und das eine Tapete
und so weiter. Dementsprechend fällt es uns schwer, frisch
zu erfahren. Es wird sofort gespeichert: Tapete - ab in die Schublade.
Teppich - ab in die Schublade. Der Moment - ab in die Schublade.
Die Einladung im Satsang ist, einmal hier zu sein ohne diese ganzen
Benennungen und zu erfahren, was dann geschieht. Oftmals sind wir
auf der Suche nach irgendwas und wenn wir dann im Satsang landen,
sind wir meistens auf der Suche nach Erleuchtung, nach innerem Frieden,
nach Stille, nach Glückseligkeit, nach Präsenz –
nach irgendwas, das unser Leben glücklicher machen könnte.
Schau mal für dich nach und zwar direkt hier, jetzt: Was passiert
für dich, wenn du die ganzen Benennungen weglässt? –
Genau das! Ja, das ist es schon. Das ist genau das, was wir suchen
- Frieden, nur haben wir es uns anders vorgestellt. Wir haben gedacht,
dass es irgendetwas ganz Besonderes sein müsste. Das, was wir
von Natur aus sind, ist vollkommen frei und anstrengungslos einfach
nur hier – jetzt schon!
Wer jetzt hier den Moment so erfährt, als wäre er anstrengend,
für den ist es Grund genug zu mir zu kommen und das zu hinterfragen
und anzuschauen: Was ist hier los? Wer das Gefühl hat, es gäbe
irgendwelche Situationen, die es nicht erlauben würden, anstrengungslos
hier zu sein, auch für den wäre es Grund genug herzukommen
und das zu hinterfragen. Wer in sich einfach den Impuls spürt
hierher zu kommen, der muss sich keine Frage ausdenken. Du kannst
einfach so kommen, wenn es dich zieht. Falls du neueste Erkenntnisse
von Liebe, Freiheit und Wahrheit gewonnen hast und die der Gruppe
mitteilen willst, dann kannst du das auch gerne tun. Wir brauchen
hier nicht spirituell zu erscheinen, wir können wirklich einfach
so sein, wie wir sind. Um das Spirituelle können wir uns kümmern,
wenn der Körper nicht mehr da ist. Im Moment haben wir alle
irgendwie mit diesen Körpern zu tun, so können wir also
das, was wir im Spirituellen erreichen wollen erst einmal hier verkörpern
beziehungs-weise erkennen, dass es schon so ist. Du kannst mit allen
Problemen, scheinbaren Problemen, mit allen scheinbaren Schwierigkeiten,
die dir jetzt erscheinen, herkommen, und wir schauen einfach nach,
was los ist. Wir brauchen nicht heilig zu sein, aber wir können
es natürlich. Das war es von meiner Seite, was ich zu sagen
hatte. Und wenn es Spaß macht, wieder Worte aus meinem Mund
zu hören, kannst du einfach kommen und mich irgendetwas fragen,
und dann kommt meistens auch irgendetwas.
******
Was du bist, durchdringt alles (Auszug)
Sie: Du hast mal gesagt, „Wir laufen einer angenehmen Erfahrung
hinterher und vergleichen das damit, im Hier und Jetzt zu sein.“
Für mich stellt sich jetzt die Frage: „Wie spüren
wir das, dass wir im Hier und Jetzt sind?“ Ich merke, dass
ich ganz häufig denke, und dann ist es wie ein Rad. Aber nicht
zu denken ist auch schwierig.
Gaia: Sehr schwierig.
Sie: Ja. Du hast gesagt, dass wir nichts tun müssen, nicht
meditieren, kein Yoga praktizieren. Für mich ist es nur so,
dass sich nach dem Yoga oft ein angenehmer Zustand einstellt. -
Ist das nun gut oder schlecht?
Gaia: Also, wir können weiterhin meditieren oder Yoga machen
oder was immer uns Spaß macht. Aber wir es müssen nicht.
Aber wir können es.
Um auf das hinzuweisen, was deine anfängliche Frage war: „Woher
weiß ich, wann ich im Hier und Jetzt bin?“ Deine Erfahrung
jetzt ist: Ich bin jetzt hier. Stimmt, oder?
Sie: Ja.
Gaia: Ich bin jetzt hier. Schauen wir mal nach. Was ich das Ich?
Wie ist die direkte Erfahrung, das direkte Wissen unmittelbar?
Sie: Ich kann es nicht beschreiben.
Gaia: Du kannst es nicht beschreiben. Wie würdest du diese
Erfahrung beschreiben, dieses Ich weiß es nicht. Ich kann
es nicht beschreiben. Wie ist das?
Sie: Also ...
Gaia: Du könntest sagen, wenn dein einziges Wissen ist: Ich
bin jetzt hier und sonst die Erfahrung auftaucht: „Ich habe
keine Ahnung“ – dass das ein Hinweis darauf ist, Im
Hier und Jetzt zu sein.
******
Einfach so sein
Er: Es ist einfacher bei dir und bei der Gruppe hier zu Hause zu
sein und zu genießen und so zu sein, wie ich mich im Moment
fühle. Das kann ich sonst nicht so leicht.
Gaia: Ja, war haben oft das Gefühl, dass wir uns verstecken
müssen, dass wir nach außen anders sein müssen als
wir innen sind. Wir wollen keinen wissen lassen, wie wir uns wirklich
fühlen. Nur wenn wir uns gut fühlen darf jeder teilhaben,
aber wenn es irgendwie traurig ist oder deprimiert, dann machen
wir dicht. Aber wir verletzen uns damit die ganze Zeit selbst.
Er. Darauf habe ich eigentlich keine Lust mehr.
Gaia: Wir haben ein Bild von uns, wie wir sein sollten, wie wir
gesehen werden wollen. Und das tut weh, weil wir es immer aufrechterhalten
müssen. Wir bekommen selten die Einladung, einfach so zu sein.
Selbst in vielen Satsangs bekommen wir noch die Einladung, irgendetwas
zu erreichen, Präsenz oder Stille oder Frieden. Es gibt diese
Aussage: „Mitten im Tornado, mitten im Zentrum, ist es still.“
Da ist nichts. Außen fliegen die Autos und die Häuser
durch die Gegend, und mittendrin ist es still.
(Schweigen)
Er: Ja, danke.
Jesus am Kreuz – absolut im Hier und Jetzt (Auszug)
Sie: Ich habe mutig begonnen, „Stopp!“ zu sagen, wenn
Menschen nur dieses und jenes Böse reden und kritisieren.
Gaia: In manchen Situationen ist es überhaupt keine Schwierigkeit
„Stopp!“ zu sagen. Wir können immer, wenn uns jemand
versucht zu manipulieren „stopp!“ sagen.
Sie: Ja, dann bin ich in meinem Hier und Jetzt.
Gaia: Ja, das ist in dem Moment deine Wahrheit: „Stopp!“
Es gibt aber auch Situationen, in denen können wir stopp sagen
so viel wir wollen, und es interessiert keinen. Zum Beispiel stehen
wir am Strand, und wollen keine nassen Füße kriegen,
und das Meer kommt, und wir sagen: „Stopp Meer!“ - Das
ist dem Meer egal. Das kommt einfach und macht uns die Füße
nass.
Sie: Das ist es: Ich bin das Meer, und das Meer ist ich. Das ist
angenehm.
Gaia: Es ist einfach nur ein Bild. Es gibt Situationen, in denen
können wir zwar stopp sagen, aber es interessiert keinen.
Sie: Ich kann mich dann aber entfernen. Ich meine, soweit das möglich
ist. Ich weiß, im Zug oder im Flugzeug kann ich das nicht.
Gaia: Ja. Jesus am Kreuz war zum Beispiel in einer Situation, in
der es kein Entrinnen mehr gab - absolut im Hier und Jetzt.
Sie: Ja.
Gaia: Und symbolisch gesehen heißt das: Egal wie die Situation
ist – und das ist eine der schlimmsten, die wir uns vorstellen
können – bin ich hier und bin die Liebe.
Sie: Ja.
„Satsang-Gespräche mit
Gaia“, Gesprächssammlung I kann als Ringheftung verschickt
werden. Kosten für die Sammlung 15,90 €. Die zusätzlichen
Versandgebühren betragen 3,- €, zusammen also 18,90 €.
Sie kann bestellt werden bei Katharina
per Mail: katharina.henke@gmx.net oder telefonisch unter 05136/9723244.
Leseprobe „Satsang-Gespräche mit Gaia“, Gesprächssammlung
II
Was ist Präsenz?
Er: Ich war nun schon ein paar Mal vorne, aber ich bin immer wieder
aufgeregt. – Du sagest vorhin, dass man ohnehin schon immer
da wäre.
Gaia: Nicht man, du.
Er: Ich kenne dieses im Hier-und-Jetzt-Sein, dieses Gegenwärtig-Sein
und Dinge bewusst zu tun, und es ist schon anders, als wenn ich
voller Gedanken bin und in Hektik. Bei dem einen ist mehr Frieden,
bei dem anderen irgendetwas anderes. Das eine ist besser als das
andere, finde ich. – Jetzt habe ich noch keine Frage gestellt,
oder?
Gaia: Gibt es denn eine?
Er: Also, mir wäre es lieber, wenn es mir öfter gut ginge
und seltener schlecht.
(Lachen)
Gaia: (Lachen) Mir auch. Nur habe ich festgestellt, dass es der
Realität total egal ist, was ich will. Was ich weiß ist:
Wenn ich will, dass es mir gut geht, ist meine Erfahrung, dass es
mir nicht gut geht.
Er: Hmm.
Gaia: Wenn ich will, dass es anders ist, ist meine Erfahrung, dass
es nicht anders ist.
Er: Es geht aber nicht, nicht zu wollen.
(Lachen)
Gaia: Welche Schwierigkeit ist jetzt hier?
Er: (Lachen) Es ist ja immer das Gleiche. Wenn ich hier vorne sitze,
ist alles in Ordnung. Das ist aber ein Trick. Denn wenn ich morgen
früh aufwache und zur Arbeit muss, ist es nicht so. Aber dann
sagst du: „Morgen ist morgen. Wir sind jetzt hier.“
Gaia: Ja.
(Lachen)
Gaia: Es ist wahr, oder? Wir sind jetzt hier. Und ich weiß
nicht, was morgen ist. Ich weiß, wenn ich mich mit der Vergangenheit
beschäftige, dass das meistens sehr anstrengend und unangenehm
wird, ich beschäftige mich dann mit etwas Totem. Es ist vorbei,
es ist gar nicht da. Zudem erschaffe ich mir damit eine Zukunft.
Denn wenn du davon sprichst, morgen früh zur Arbeit zu gehen,
sprichst du eigentlich von gestern oder heute früh, also von
der Vergangenheit.
Er: Ach so, ich projiziere.
Gaia: Und das lässt mich in der Geschichte sein, dass ich jemand
bin, der irgendetwas besser machen könnte. Dein Versuch, der
hier gerade stattfindet, ist, eine Lösung für morgen früh
zu finden.
Er: Genau.
Gaia: Unser Verstand ist so geschickt, der sagt uns: „Ja,
wenn ich hier bei dir sitze, geht es mir gut. Aber das ist ein Trick.“
Was passiert, ist, dass die Aufmerksamkeit direkt hier in die Präsenz
geht. Das hat nichts mit mir zu tun. Alles, was ich mache, ist,
dich darauf hinzuweisen. Es passiert von selbst. Dein Interesse
ist da, und das ist schon die halbe Miete könnte man sagen.
Dann ist tatsächlich auch nicht einmal wirklich ein Gefühl
da, jemand zu sein, der getrennt ist von dem Moment. Aber das ist
eine Aktivität, die immer wieder auftaucht: „Gaia und
ich.“ In dem Moment, in dem die Aufmerksamkeit hier ist, ist
nicht einmal eine Idee da von Präsenz oder von Gegenwärtigkeit
oder Leere oder irgendetwas. Das kommt immer erst, wenn der Verstand
wieder einsetzt und interpretiert. Das ist einfach eine Aktivität,
die stattfindet, ziemlich konstant eigentlich. Aber noch konstanter
ist das da, was sich darüber bewusst ist. Es ist die ganze
Zeit da – und du bist dir darüber bewusst. Geht die Aufmerksamkeit
zu DEM, ist die Idee von: „Ich brauche ..., ich will ...,
ich muss ...“ wenigstens für einen Bruchteil einer Sekunde
verschwunden. Dann taucht ein Zustand auf, und wir wollen diesen
Zustand haben. Der Zustand, der aber auftaucht, ist immer verschieden.
Manchmal ist es Glückseligkeit, manchmal ist es Stille, manchmal
Frieden, manchmal Schmerz oder Trauer. Aber Schmerz oder Trauer
wollen wir nicht, wir wollen nur Frieden und Glückseligkeit.
Das ist genauso, als wenn ich sagen würde: „Ich will,
dass es mir nur gut geht.“ Dein natürlicher Zustand ist
schon Glückseligkeit – ohne, dass das gewollt wird.
Er: Und das heißt dann?
Gaia: Nichts. (Lachen) Das heißt: Entspann dich. Es gibt nichts
zu erreichen.
Er: Wenn du sagst, dass es überhaupt nichts bringt, über
die Vergangenheit nachzudenken, stimme ich dir zu. Das Problem ist
nur, dass ich das nicht so beeinflussen kann. Ich habe wenigstens
den Eindruck, dass es so ist.
Gaia: Wenn dein Interesse ist, im Moment zu sein, siehst du, dass
dieses Interesse dich wieder in den Moment zieht. Es gibt auch Menschen,
die haben dieses Interesse nie gehabt und ihre Aufmerksamkeit ist
hier und jetzt und ist auch nicht mehr weggegangen. Aber Interesse
ist schon sehr hilfreich.
Er: Die Aufmerksamkeit auf den jetzigen Moment zu richten. Habe
ich das richtig verstanden, dass das alles ist, was ich tun kann?
Gaia: Du kannst nicht einmal die Aufmerksamkeit auf das Hier und
Jetzt richten, aber du kannst schauen, wo sie gerade ist. Das ist
eine Möglichkeit, die immer da ist.
Er: Ach so.
Gaia: Aber oft denken wir gar nicht daran. Wenn dieser Gedanke kommt
zu schauen, wo denn die Aufmerksamkeit ist, ist das Gnade, ja? Es
ist ein großes Glück.
Er: Hmm. Du sagst: „Guck mal, wo deine Aufmerksamkeit jetzt
ist“, und dann geht es mir besser. So ungefähr?
Gaia: Vielleicht geht es dir besser.
Er: Ich habe letzte Woche geübt, mal ein bisschen mehr präsent
zu sein. Es hat auch ganz gut funktioniert. Aber nur zwei Tage lang.
(Lachen)
Gaia: Immerhin.
Er: Ja, immerhin. Und es war schon sehr angenehm, muss ich sagen.
Aber dann war es wieder weg. Für mich ist es schwer, das zu
tun.
Gaia: Für mich auch. – Hier ist jetzt überhaupt
keine Anstrengung notwendig, um präsent zu sein. Jede Anstrengung,
die du unternehmen würdest, um präsent zu sein, bringt
dich scheinbar weg. Hier muss nichts verstanden werden. Papaji hat
immer gesagt: „Eine Millisekunde mit der Aufmerksamkeit hier
– das reicht.“
Er: Das ist nicht viel.
Gaia: Das ist nicht viel.
Er: Aber reicht wofür?
Gaia: Das reicht fürs ganze Leben. Weil das so wunderbar ist,
dass du dich danach sehnst, da zu sein. Es weckt das Interesse.
Er: Hmm. – Als ich letztens auf einem Seminar war, fiel es
mir sehr leicht, danach mit der Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt
zu sein. Aber ich habe irgendwie den Eindruck, dass es aus meiner
eigenen Kraft heraus sehr schwer möglich ist. Also, auch wenn
ich mich selbst befrage und versuche im Hier und Jetzt zu sein,
ist es schwer. Wenn ich dann mit Leuten zusammen bin wie hier zum
Beispiel, die auch nach der Wahrheit suchen, ist es viel leichter.
Gaia: Das ist auch meine Erfahrung. Das ist die so genannte gute
Gesellschaft.
(Lachen)
Gaia: So ist es vielleicht doch förderlich, solange die Aufmerksamkeit
so schnell wieder zum Gewohnten geht, solche Treffen aufzusuchen,
wo gefördert wird, dass die Aufmerksamkeit in der Präsenz
liegt. Der eine sagt dann vielleicht: „Diese Workshops sind
immer am Wochenende. Aber dann will ich zum Fußball gehen.“
Oder die andere möchte tanzen gehen oder einkaufen. Es ist
einfach so: Es hängt von deinem Interesse ab.
Er: Wenn da einer ist, der das anbietet, gehe ich da auch hin.
Gaia: Es ist so simpel, gar nichts zu tun, oder?
Er: (Lachen)
Gaia: Es ist einfach. Es ist keine Anstrengung.
Er: Ja, jetzt gerade nicht. Am besten bleibe ich immer hier sitzen.
Dann geht es mir immer gut. Oder ich nehme dich mit zu meiner Arbeit
morgen.
Gaia: Und die anderen auch. (Lachen)
Er: Ja, es ist schon einfach. Das ist richtig.
Gaia: Hier im offiziellen Satsang können wir das einfach üben,
anstrengungslos und ohne irgendwo hinkommen zu müssen. Es ist
ein schönes Übungsfeld. Und wir dienen uns hier alle gegenseitig.
Es sieht so aus, als wäre ich präsenter als du, aber es
sieht nur so aus. Es gibt keinen Unterschied. Präsenz ist Präsenz.
Er: Was heißt denn Präsenz? Ist das die Abwesenheit von
Gedanken?
Gaia: Nein. Präsenz ist ein Zulassen von dem, was hier ist.
Egal, wie es ist. Damit meine ich nicht, nicht mehr zu handeln.
Zulassen von dem, was ist, heißt auch, die Handlung zuzulassen.
Man kann es so schnell missverstehen: „Zulassen heißt,
ich muss alles über mich ergehen lassen. Egal, welche Situation
da ist, ich muss drin bleiben.“ Ich kann, wenn es kalt ist,
ruhig aufstehen und das Fenster zumachen. Ich muss nicht sagen:
„Ah ja, es ist präsent, wenn ich jetzt hier bleibe und
friere.“
(Lachen)
Er: Also, du sagst jetzt: „Ich lasse es zu, dass ich aufstehe
und das Fenster schließe.“
Gaia: Es ist verflixt mit den Worten. Wie könnte ich es noch
ausdrücken? – Oft wollen wir weg von unseren Empfindungen,
dann taucht auf: „Ich will..., ich brauche ...“ Das
würde ich als nicht präsent bezeichnen. Mit Gefühlen
oder Empfindungen da sind, die nicht angenehm sind, hier zu sein,
sie zu spüren, nenne ich Präsenz.
(Schweigen)
Er: Alles klar. (Lachen) Danke.
******
Ich will erwachen
Sie: Ich will erwachen.
Gaia: Wann?
Sie: Jetzt.
(Lachen)
Gaia: Immer noch? – Jetzt, hier, was fehlt dir zum Erwachen?
(Lachen)
Sie: Nichts.
Gaia: Erledigt, ja?
(Lachen)
Gaia: Wirklich, das ist jetzt kein Spaß.
Sie: Ja, ich weiß.
Gaia: Jetzt, hier ist nichts nötig zum Erwachen. Derjenige,
der erwachen will, ist nicht mehr da, ja? Erwachen ist direkt hier.
Sie: Ja.
Gaia: Papaji hat immer gesagt: „Sei still.“ Denn jetzt
ist es still, du brauchst nicht still zu sein. Jetzt bleib einfach
still.
Sie: Okay.
(Schweigen)
Gaia: Es ist wirklich so einfach. Und sobald du die Zukunft oder
die Vergangenheit dazunimmst, ist es so kompliziert. Derjenige,
der erwachen will, kann nicht erwachen – weil derjenige will.
Wenn Erwachen da ist, ist keiner mehr da, der das will. Also der,
der das will, kann nie erwachen. Das geht nicht. Erwachen ist unpersönlich.
Wenn du aus einem Traum erwachst, ist der Traum vorbei. Derjenige
im Traum ist nicht mehr da, wenn Erwachen geschieht. Aber wir haben
diese Idee: „Ich will erwachen, und ich kann erwachen.“
So wie: „Ich kann gesund werden.“ Oder: „Ich kann
etwas essen.“ Okay?
„Satsang-Gespräche mit
Gaia“, Gesprächssammlung I kann als Ringheftung verschickt
werden. Kosten für die Sammlung 15,90 €. Die zusätzlichen
Versandgebühren betragen 3,- €, zusammen also 18,90 €.
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